Der Zisterzienserorden
Zisterzienser sind Angehörige des benediktinischen Reformordens, der 1098 von Robert von Molesme, dem Hl. Alberich und dem Hl. Stephan Harding im burgundischen Cîteaux gegründet wurde und sich besonders rasch unter dem Einfluss des Hl. Bernhard von Clairvaux ausbreitete. Seine persönliche Ausstrahlung und seine mystische Frömmigkeitslehre haben so prägend und nachhaltig gewirkt, dass man die Zisterzienser auch als Bernhardiner bezeichnete. Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte der ganze Orden seine Blütezeit, und nicht von ungefähr kursierte das Motto: „Die ganze Welt wird zisterziensisch.“ In diese Zeit fiel auch die Missionierung und Erschließung Osteuropas. Nach den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen der Folgezeit setzte auch bei den Zisterziensern der Verfall ein.

Heute hat der Zisterzienserorden weltweit Niederlassungen und zählt ca. 1300 Mönche sowie 1100 Nonnen. Die Klöster haben sich zu Kongregationen zusammengeschlossen. Diese stellen einen geistig/geistlichen Verbund dar. Wirtschaftlich aber ist jedes Kloster eigenständig. Schlierbach gehört zur "Österreichischen Zisterzienserkongregation."